Michel Comte, Ralph Ueltzhoeffer; Ausstellung: Lumas, New York



Monatsarchiv für März 2008

 
 

Film und Kunst

Auf die Behauptung, die Komplexität heutigen Lebens sei mit dem Roman nicht mehr zu erfassen, konterte er mit seiner Lust an einem mehrperspektivischen Erzählen.
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Moderne Kunst

H.-N. J.: Wie man weiss, schrieben Sie Jazzkritiken in jungen Jahren. Wie kam es dazu? Und: Was heisst Schreiben für Sie heute?
K. K.: Meine Jazzkritiken galten dem Broterwerb und der Missionierung. Ich wollte alle Welt zum Jazz bekehren. Zwischen 1953 und 1966 habe ich alle Jazzkonzerte in Düsseldorf für die Rheinische Post rezensiert - Armstrong, Basie, Monk, Coltrane. Wenn ich diese Artikel jetzt wieder lese, schäme ich mich über meine anmassenden Urteile und die mangelnde Sachkenntnis. Meine Mutter, die für dieselbe Zeitung Kunstkritiken schrieb, musste meine Aufsätze tippen, und dabei gab es regelmässig Streit. Ich höre sie noch sagen: “Ist der Satz nicht etwas lang? Mach zwei daraus.” Natürlich hatte sie immer recht. Wenn ich heute ganz gut schreibe, so verdanke ich das in erster Linie ihr. Das Schreiben macht mir übrigens grosses Vergnügen, auch wenn es sich nur um Kommentare zu meiner Malerei oder um kleine Porträts meiner Freunde handelt. Nächstes Jahr werde ich meine Autobiographie in Angriff nehmen.

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Textportrait - Portraitkunst 2008

Portraitkunst von Ralph Ueltzhoeffer und Laura May. Textportraits von: SARAH CONNOR, ANDREAS SLOMINSKI, RINGO STARR, GEORGE HARRISON, BRAD PITT, ROBBIE WILLIAMS, ROY LICHTENSTEIN, XAVIER NAIDOO, HEIDI KLUM, ORLANDO BLOOM, JAN ULLRICH, HAYDEN CHRISTENSEN, JENNY HOLZER, PAUL McCARTNEY, GERHARD SCHROEDER, KEANU REEVES, SHAKIRA, ANGELINA JOLIE, JEANETTE BIEDERMANN, JENNIFER LOPEZ, JOSEPH KOSUTH, JOHN LENNON, CHRISTINA AGUILERA, MICHELLE HUNZIKER, LOUISE BOURGEOIS, LENNY KRAVITZ, CAMERON DIAZ, PARIS HILTON, DAVID BECKHAM, BRITNEY SPEARS, PAMELA ANDERSON, TOM CRUISE, MICHAEL SCHUMACHER, MICHAEL JACKSON uvm.

Konrad Klapheck, 1935 in Düsseldorf geboren, ist ein Maschinenfetischist, der Fahrradschellen mit den “Bullaugen eines Schiffes” vergleicht. Überhaupt gefällt es ihm, mehr das Unheimliche der Dinge wie Schreib- und Nähmaschinen, Wasserhähne, Duschen, Telefone, Bügeleisen und Schuhspanner darzustellen. Das ist seine Form des subversiven Lachens. Stets sucht er nach deren Wesen. Seine Bilder, obgleich menschenleer, handeln von Lebensproblemen der Gegenwart, kreisen unterschwellig um den Menschen im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit. Trotz seiner Freundschaften mit einigen Surrealisten und Nouveaux Realistes ist er einer der grossen Einzelgänger unseres Jahrhunderts und war stets ein neugieriger Leser der hohen und trivialen Literatur. Darüber sprach Heinz-Norbert Jocks mit ihm in seinem Düsseldorfer Atelier.</p>

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Außergewöhnliche Persönlichkeiten

Der Kreis, der sich durch die Jahrhunderte um diese außergewöhnliche Persönlichkeit bildet, die abwechselnd als »Doctor illuminatus«, »Phantasticus Rai-mundi« oder als »Ramon lo Foll« (Raimundus der Verrückte) in die Geschichte einging, reicht von Agrippa von Nettesheim über Athanasius Kircher, Nikolaus von Kues, Leibniz, Cervantes, Shakespeare, Mallarme, die Surrrealisten bis zu zeitgenössischen Künstlern wie Antoni Täpies.

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Angelina Jolie

Eine Wandlung vollzog sich in ihm, insofern er auf einmal die Welt mit dem Auge eines Malers sah. Die vertrautesten Gegenstände, Objekte, die er sein Leben lang gesehen hatte, “wurden jetzt zu einer nie versiegelnden Quelle des Staunens, und mit dem Staunen kam die Zuneigung.” Eine Teekanne, ein alter Hammer, eine gesprungene Tasse, was auch immer ihm in die Hände fiel, betrachtete er wie beim ersten Mal. Textportrait von Angelina Jolie.

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Gerhard Schröder und die Kunst

Was Miller über sich sagt, klingt, als zeuge das Malen einen anderen Menschen, dessen fröhliche Farbwut auch andere dazu animierte, so daß eine ganze Gruppe sich bei ihm einquartierte, sich gegenseitig porträtierte und während dieser Seancen über die verehrten Maler sprach.

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Andy Warhol

Anders als das Schreiben, das ihn nach ein paar Stunden völlig ausgepumpt und erschöpft hatte, summte sein Geist beim Malen “wie ein Rad, das weiter kreiste, wenn die Hand es losgelassen hat”. Es war, als wäre er in einer anderen Welt, aus der er sich nicht herausreißen ließ, selbst dann nicht, wenn ein im Atelier anwesender Freund seine Sorgen bei ihm ablud. [Andy Warhol]

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Pablo Picasso

Heute sind alle Hierarchien zusammengebrochen: Auf jedem Feld menschlichen Strebens finden wir nur Chaos.” Offensichtlich hat er mit dem Malen eine Droge gegen den Riß zwischen dem Bewußtsein und der Welt entdeckt, und offenkundig wurde er durch das Malen, wie er einmal sagte, “mit einem anderen Teil seines Wesens” vertraut. [Pablo Picasso]

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Lebensbedingung

All dies bringt mich auf die Gegenwart. Wir sehen uns einer absolut neuen Lebensbedingung gegenüber, die - zumindest für einen sensitiven Menschen - nahezu unerträglich ist. Ich zweifle nicht, daß es einen solchen Antagonismus immer gegeben hat: Der Künstler war noch stets im Konflikt mit der Welt, mit jener Welt, in der er sich vorfand. Die Tatsache, daß es überhaupt Künstler gibt, bedeutet, daß das Leben fast nicht zu ertragen ist.

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Aquarelle, so faszinierend

Aquarelle, so faszinierend, daß sie ihn anstachelten, selbst mit Farben in Farben zu schwelgen. Obgleich als Schulbub im Zeichnen so untalentiert, daß man ihm stillschweigend erlaubte, die Zeichenstunde zu schwänzen, erfuhr er das Glück desjenigen, der malt und dabei pfeift, summt, singt, schreit, mit sich selbst spricht, und zwar völlig belangloses Zeug, und manchmal für ein Tänzchen den Pinsel aus der Hand legt, als wolle er sich selber anfeuern.

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